Deutsche Bahn: Pünktlichkeit im Juni deutlich eingebrochen

Ein ICE fährt in den Münchner Hauptbahnhof | Foto EVN

Die Fernzüge der Deutschen Bahn waren im Juni teilweise deutlich unpünktlicher als in den anderen Monaten des ersten Halbjahres.

Berlin (evn) – Nur drei von vier ICE- oder Intercity-Züge waren im vergangenen Monat weniger als sechs Minuten verspätet. Die Pünktlichkeitsquote lag nach Angaben der Deutschen Bahn bei nur 74,8 Prozent und damit unter den Werten der Vormonate. Damit sank die Pünktlichkeit gegenüber dem Mai um 6,0 Prozentpunkte (80,8 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahres­monat um 6,2 Prozentpunkte (Juni 2020: 81,0 Prozent). Sogar der schlechte Pünktlichkeits­wert aus dem Monat Februar (74,9 Prozent) – in dem der Winter und ein Schneechaos der Bahn erheblich zusetzten – wurde im Juni noch um 0,1 Prozentpunkte unterboten.

Vor allem „extreme Wetterlagen“ in der zweiten Juni-Hälfte hätten „wieder zu erheblichen Beeinträchtigungen der Verkehrsinfrastruktur in mehreren Regionen Deutschlands geführt“, teilte die Bahn mit.

Auch bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) lief es im Juni nicht besonders gut: Hier erzielte der Fernverkehr eine Pünktlichkeit von nur 87,5 Prozent. Das waren 4,3 Prozentpunkte weniger als noch im Mai (91,8 Prozent).


Hinweis zu den Pünktlichkeitswerten der Deutschen Bahn: Die dargestellten Prozentwerte geben den Anteil pünktlicher Halte in Bezug auf alle Unterwegs- und Endhalte wieder. Ein Halt wird bei der Deutschen Bahn als pünktlich gewertet, wenn die planmäßige Ankunftszeit um weniger als 6 Minuten überschritten wurde. Die Pünktlichkeitsstatistik bildet die mehr als 800.000 Fahrten von DB-Personenzügen eines Monats ab. Dabei fließen alle Verkehrshalte der mehr als 20.000 monatlichen Fahrten im Fernverkehr und der rund 780.000 monatlichen Fahrten im Nahverkehr – inklusive aller S-Bahnen – in die Pünktlichkeitserhebung ein. Ausgefallene Züge werden in der Statistik nicht erfasst.