Debatte um „Schwarzfahren“-Begriff – Ramsauer: „Die haben doch alle einen Knall“

Peter Ramsauer, CSU-Politiker und ehemaliger Verkehrsminister, hat seine eigene Meinung zur Abschaffung des Begriffs „Schwarzfahren“ | Foto: Pixabay / Ramsauer

Der CSU-Politiker Peter Ramsauer hält die Abschaffung des Begriffs „Schwarzfahren“ in Berlin und München für überzogen.

Berlin (evn) – „Als ehemaliger Verkehrsminister kann ich nur noch den Kopf schütteln. Die haben doch alle einen Knall!“, sagte der CSU-Abgeordnete gegenüber der Bild-Zeitung mit Blick auf die neue Sprachregelung bei den Verkehrsbetrieben.

Weil sowohl die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als auch die Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG) einer möglichen Rassismusdebatte vorbeugen wollen, haben sie den Begriff „Schwarz­fahren“ aus ihrer Kommunikation verbannt. Hinweisaufkleber und Plakate mit dem Wortlaut „Schwarzfahren kostet 60 Euro“ sind in Bus und Bahn dort nicht mehr zu finden. Stattdessen werden nun Aufschriften wie „Fahren ohne gültigen Fahrschein“ oder „Ehrlich fährt am längsten“ benutzt.


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Laut Sprachwissenschaftlern kommt das Wort „Schwarzfahren“ vom jiddischen Begriff „shvarts“. Es bedeutet so viel wie „Armut“ und bezieht sich auf ärmere Menschen, die sich kein Ticket leisten können. Einen rassistischen Hintergrund habe das Wort demnach nicht.