Corona-Schäden im Nahverkehr: Bayern will Rettungsschirm auf 100 Prozent aufstocken

Regionalzug mit der Aufschrift „Bahnland Bayern“ | Foto: EVN

Der Bayerische Ministerrat hat in seiner Sitzung am Dienstag die Aufstockung des Rettungsschirms für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beschlossen.

München (evn) – Der Freistaat will damit den Verkehrsunternehmen gemeinsam mit dem Bund 100 Prozent der durch die Corona-Pandemie verursachten Schäden erstatten, teilte das bayerische Verkehrsministerium mit. Laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) werde Bayern rund 550 Millionen Euro beisteuern.

„Bahn, Bus und Co. haben in der Pandemie gezeigt, dass sie als Rückgrat des Nahverkehrs unverzichtbar sind“, sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Daher müsse man „die Verkehrsunternehmen jetzt schnell und umfänglich unterstützen, damit sie ihr Angebot auch weiterhin in vollem Umfang aufrechterhalten können.“

Im vergangenen Jahr hatte der Bund die Regionalisierungsmittel bereits um 2,5 Milliarden Euro aufgestockt. Mit zusätzlichen Mitteln in Höhe einer weiteren Milliarde Euro sollen auch die in 2021 durch Corona entstandenen finanziellen Nachteile der Verkehrsunternehmen abgefedert werden.