Baustart für neues Stellwerk München-Ost im Oktober

Vor-Ort-Termin mit DB-Vorstand Ronald Pofalla und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder | Foto: DB AG / Maximilian Endrös

Der Bau des neuen elektronischen Stellwerks am Münchner Ostbahnhof soll im Oktober starten. Die Kosten für das Vorhaben liegen bei rund 222 Millionen Euro.

München (evn) – Bei einem Vor-Ort-Termin informierten sich am Mittwoch DB-Infrastruktur­vorstand Ronald Pofalla und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Mit dem Neubau soll das rund 50 Jahre alte Relaisstellwerk durch modernere Technik ersetzt werden. Ziel sei es, damit die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der S-Bahn im Großraum München deutlich zu verbessern, teilte die Bahn mit. In den letzten Jahren hatte die bisherige Stellwerksanlage immer wieder für Störungen und Probleme gesorgt.

„Für die Metropole München ist ein zuverlässiges und leistungsfähiges S-Bahn-Netz essenziell“, sagte Bahnvorstand Pofalla. Genutzt werde die S-Bahn im Bereich der bayerischen Landes­hauptstadt von täglich rund 840.000 Fahrgästen. „Die Bundesmittel für das neue moderne Stellwerk stehen bereit. Das Baurecht ist erteilt. Der Bau kann starten“, erklärte Bundes­verkehrs­minister Andreas Scheuer (CSU), der sich per Video-Grußwort aus Berlin zuschalten ließ. „Zusammen mit der zweiten Stammstrecke machen wir die Infrastruktur fit für die Mobilitäts­bedürfnisse im Großraum München“, so Scheuer weiter.

Nach Angaben der Bahn ist die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks für Mitte 2023 vorgesehen. Bis dahin werden zwei neue Technikgebäude errichtet und die Leit- und Sicherungstechnik an den Gleisen angepasst. Insgesamt werden laut einer Bahnsprecherin während des laufenden Betriebs rund 100 Kilometer Kabel verlegt und rund 70 neue Signale aufgestellt. Die Fahrdienstleiter, die den Zugverkehr in gut zwei Jahren dann elektronisch steuern werden, sitzen künftig in der Betriebszentrale an der Donnersbergerbrücke. Die Stellwerksinbetriebnahme erfolgt schrittweise: Zuerst wird der S-Bahnverkehr angebunden, anschließend kommt die 2. Stammstrecke hinzu und später erfolgt die Anbindung der Fernbahngleise und der Strecke nach Giesing.