Bahn verschiebt symbolischen Spatenstich für Neubau der Friesenbrücke

Die neue Friesenbrücke (links, Visualisierung) wurde der alten Brücke (rechts) optisch nachempfunden | Foto: ARGE Friesenbrücke

Eigentlich hätte am Freitag der erste symbolische Spatenstich für den Neubau der Friesenbrücke über die Ems in Ostfriesland erfolgen sollen. Aufgrund der dramatischen Hochwasserlage in Teilen Deutschlands wurde der Termin nun jedoch kurzfristig abgesagt.

  Aktualisiert | 15. Juli 2021, 19:01 Uhr  

Weener (evn) – Angesichts der dramatischen Bilder von den Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz habe sich die Bahn entschlossen, den Festakt zu verschieben, wie eine Bahnsprecherin am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte. Man habe den Termin als fröhliche Veranstaltung geplant, diese passe aber nicht zu den schlimmen Ereignissen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, hieß es weiter. Die Ems selbst ist nicht vom Hochwasser betroffen. Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) und DB-Infrastruktur­vorstand Ronald Pofalla waren für Freitag erwartet worden.

Der Festakt zum Baustart soll nun eine Woche später, am 23. Juli, nachgeholt werden, wie es am Donnerstagnachmittag von Seiten der Bahn hieß. Zu einer Verzögerung der Fertigstellung des Bauvorhabens komme es durch die Verschiebung aber nicht.


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Im vergangenen Monat hatte die Bahn im Rahmen einer digitalen Informationsveranstaltung mitgeteilt, dass im Juli mit den Vorarbeiten begonnen werden soll. Ab Oktober ist dann der Rückbau der alten Strompfeiler im Flussbett geplant. Mit dem Neubau des Bauwerks soll Europas größte Eisenbahn-Drehbrücke entstehen. Die Kosten für das Vorhaben liegen bei rund 125 Millionen Euro. Mit dem Fahrplanwechsel 2024/2025 soll die neue Brücke in Betrieb gehen.

Die Verbindung für den Bahnverkehr, Fußgänger und Radfahrer über die bisherige Brücke ist seit mehr als fünf Jahren unterbrochen. Im Dezember 2015 hatte ein Frachtschiff das Bauwerk gerammt und schwer beschädigt.