Sachsen-Anhalt: Bahnverkehr der „Wipperliese“ für weitere Jahre gesichert

Triebwagen für den Bahnverkehr der „Wipperliese“ | Foto: Kreisbahn Mansfelder Land

Der Zugverkehr der „Wipperliese“ auf der Strecke Klostermansfeld – Wippra ist bis Ende 2028 gesichert.

Klostermansfeld (evn) – Im Bahnhof Klostermansfeld unterzeichneten Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel und der Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa), Peter Panitz, gemeinsam mit Landrätin Angelika Klein Mitte Juli den Folgevertrag für die Jahre 2023 bis 2028. Der Vertrag regelt auch, dass der Landkreis Mansfeld-Südharz weiterhin Besteller des Zugverkehrs bleibt.

„Das Land Sachsen-Anhalt wird diesen attraktiven touristischen Bahnverkehr im Mansfelder Land weiter finanzieren. Damit schaffen wir Planungssicherheit für den langfristigen Erhalt der Strecke“, sagte Webel bei der Vertragsunterzeichnung. „Der zuverlässige Zugverkehr und die stabilen Fahrgastzahlen zeigen, dass sich das Engagement der Akteure vor Ort, des Landkreises und der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt gelohnt haben und weiter lohnen werden“, so der Minister.

Landrätin Klein freute sich über die gesicherte Zukunft der touristischen Bahn: „Die Wipperliese gehört einfach zur Region. Sie bringt Touristen ins schöne Wippertal, wird aber auch von Einheimischen gern für Einkaufsfahrten und von Schulklassen für Ausflüge genutzt.“

Im Jahr 2015 wurde das Angebot vom täglichen auf einen touristischen Verkehr umgestellt. Die Wipperliese fährt immer von Ostern bis Ende Oktober an Wochenenden und Feiertagen im Zweistundentakt und bietet – meist mittwochs – weitere Fahrten. Pro Fahrtag sind etwa 160 Fahrgäste unterwegs. Auch unter Corona-Bedingungen fuhren die Züge regelmäßig, allerdings mit geringeren Fahrgastzahlen. Dabei legt der traditionelle Eßlinger Triebwagen, betrieben von der Kreisbahn Mansfelder Land, auf der Strecke jährlich rund 15.000 Kilometer zurück. Diese Leistung wird nun neu ausgeschrieben.