Kein Krisenende in Sicht – Deutsche Bahn stellt Halbjahreszahlen vor

Hauptsitz der Deutschen Bahn in Berlin | Foto: DB AG / Volker Emersleben

Die Deutsche Bahn legt am Donnerstag ihren Halbjahresbericht vor – die finanzielle Situation beim bundeseigenen Konzern dürfte angespannt bleiben.

Berlin (dpa) – Auch die ersten sechs Monate dieses Jahres waren geprägt von den Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise. Vor allem an den verkehrsreichen langen Wochenenden über Ostern und Pfingsten blieb die Zahl der Fahrgäste deutlich hinter dem Vorkrisen-Niveau zurück. Gleichzeitig hielt das Unternehmen nach wie vor den Großteil des Angebots aufrecht. Auch aus diesem Grund hatte die Bahn im Gesamtjahr 2020 einen Rekordverlust von 5,7 Milliarden Euro eingefahren.

Besserung ist für die zweite Jahreshälfte indes nicht in Sicht. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat auch große Teile der Schieneninfrastruktur zerstört. Auf 1,3 Milliarden Euro schätzt der Konzern die Schäden, die nun noch oben drauf kommen. Darüber hinaus drohen Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), mit der sich die Bahn derzeit im Tarifkonflikt befindet. Derzeit läuft die Urabstimmung, ab dem 9. August will die GDL dann ankündigen wie es weiter geht.