Mecklenburg-Vorpommern: CDU-Landeschef Sack für besseren Nahverkehr und Anschluss an HVV

Michael Sack (im Bild Zweiter von links), CDU-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern, auf einer Bahnfahrt von Boizenburg nach Brahlstorf | Foto: CDU

Arbeitnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern, die regelmäßig zur Arbeit nach Hamburg pendeln, sollen nach dem Willen von CDU-Landeschef Michael Sack künftig von den Tarifen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) profitieren.

Boizenburg (dpa) – „Ich bin nachdrücklich für eine Ausweitung von Tarifzonen auf Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Sack am Mittwoch nach einer kurzen Fahrt im Regionalexpress zwischen Boizenburg und Brahlstorf (Kreis Ludwigslust-Parchim).

Gespräche während der Zugfahrt hätten gezeigt, dass der Wunsch nach einem Anschluss an den HVV in Westmecklenburg groß sei. Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens seien bereits Teil des Verbundes. „Die Metropolregion hat sich schon im HVV versammelt, nur Mecklenburg-Vorpommern nicht“, beklagte Sack. Wie hoch die eingesparten Fahrtkosten dadurch wären, sagte er nicht.

Sack, der derzeit als CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl auf Wahlkampftour ist, sprach sich für ein insgesamt besseres Angebot im öffentlichen Nahverkehr aus. Gerade in einer Zeit, in der viel über potenziell klimaschädliche Aspekte des Individualverkehrs gestritten werde, könne «mit einer etwas weitsichtigeren Ausgestaltung» des ÖPNV ein Beitrag zur Entlastung der Straßen und zur Stärkung der Schiene geleistet werden.

„Die derzeitige Herangehensweise macht den ÖPNV gerade für Pendlerinnen und Pendler noch unattraktiver, das eigene Auto erscheint als eindeutig bessere Alternative“, so Sack. Bestrebungen von Bürgerinitiativen und Opposition, die Nahverkehrsangebote im Land auszubauen, hatten bei der SPD/CDU-Regierung meist nur wenig Resonanz gefunden.