Nach Hochwasser in Russland: Trans­sibirische Eisen­bahn weiter eingeschränkt

Arbeiter neben einer vom Hochwasser zerstörten Eisenbahnbrücke in der Nähe der russischen Kleinstadt Sretensk | Foto: Imago / ITAR-TASS

Nach schweren Hoch­wasser­schäden ist in Russland die Trans­sibirische Eisen­bahn weiter von Ein­schränkungen betroffen.

Moskau (dpa) – Es werde etwa zehn Tage dauern, bis wieder alle Züge auf der weltweit längsten durchgehenden Bahnstrecke fahren könnten, zitierte die Agentur Interfax am Mittwoch den Generaldirektor der russischen Eisenbahn, Oleg Beloserow. Infolge von Hochwasser waren Ende vergangener Woche im Fernen Osten Russlands mehrere Brücken eingestürzt – darunter in der Region Transbaikalien auch eine auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn.

Nachdem der Zugverkehr in den betroffenen Abschnitten vorübergehend eingestellt war, sind diese mittlerweile wieder teilweise befahrbar. Die vollständige Wiederaufnahme des Betriebs sei wichtig für die russische Wirtschaft, sagte Präsident Wladimir Putin. Per Video war er am Mittwoch der Einweihung eines Eisenbahntunnels durch das sibirische Baikalgebirge zugeschaltet. Die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok ist mehr als 9.000 Kilometer lang.

Der starke Regen hatte im Osten des Riesenlandes auch Hunderte Wohnhäuser überflutet, für viele Menschen wurden Notunterkünfte eingerichtet. In Russland kommt es in einigen Landesteilen seit Wochen immer wieder zu Überschwemmungen. Andere Regionen kämpfen gegen Waldbrände.