Reiseverband beklagt Verun­sicherung von Urlaubern – Tourismusbeauftragter für Testausweitung

Reisende an einem Bahnhof | Foto: EVN

Der Deutsche Reise­verband (DRV) beklagt angesichts der geplanten Corona-Test­pflicht und Änderungen der Quarantäne-Regeln für Reise­rück­kehrer eine Verun­sicherung der Bevölkerung.

  Aktualisiert | 28. Juli 2021, 15:13 Uhr  

Berlin (dts) – „Die Diskussion über geänderte Einreisebedingungen und drohende Quarantäne mitten in der Ferienzeit beeinflusst die Urlaubspläne vieler Bürger massiv und führt zu Verun­sicherung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dirk Inger, dem Redaktions­netzwerk Deutschland. Die aktuell „zum wiederholten Mal stattfindende Stigmatisierung des Reisens“ verunsichere die Menschen.

Die Reise per se sei nicht Treiber der Pandemie. Wichtig sei, dass sich alle nach wie vor an die bekannten Corona-Regeln hielten, „egal ob im Urlaub oder zu Hause, egal ob in Deutschland oder in einem Urlaubsgebiet“. Inger appellierte an alle Menschen, die sich noch nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen: „Lassen Sie sich impfen. Denn Impfungen sind das wirksamste Mittel gegen Corona und sie erleichtern das Reisen.“


MEHR ZU DIESEM THEMA


In der Debatte über verpflichtende Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer hat sich unterdessen der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), für eine Ausweitung der Tests ausgesprochen. „Klar ist, dass Tests eine noch größere Rolle bei der Einreise spielen können“, sagte Bareiß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Jedoch müssten die Tests auch besser kontrolliert werden. Zugleich sagte der CDU-Politiker, dass man angesichts steigender Impfquoten „gleichzeitig über Erleichterungen im Rahmen der Einreiseverordnung sprechen“ müsse. So sollte das Reisen für Geimpfte „weitgehend uneingeschränkt möglich sein.“