Baden-Württemberg: Vertrag zur Fahrzeugnachrüstung unterzeichnet

Alstoms DACH-Präsident, Müslüm Yakisan, und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann nach der Vertragsunterzeichnung | Foto: Alstom

Der Auftrag zur Nachrüstung von 118 Regionalzügen mit dem europäischen Zugsicher­ungs­system ETCS im Großraum Stuttgart ist am Donnerstag offiziell besiegelt worden.

Stuttgart (evn) – Müslüm Yakisan, Deutschland-Chef des Bahntechnikkonzerns Alstom, und Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) unterzeichneten den Vertrag im Infoturm am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Im Auftrag der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) wird Alstom bis Ende 2024 die erste Stufe der Fahrzeugumrüstung realisieren, anschließend erfolgt bis Mitte 2027 eine weitere Hochrüstung. Das Vorhaben hat einen Wert von rund 130 Millionen Euro.

Durch den Einsatz der neuen Technik soll die „Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Schienenknotens Stuttgart gesteigert“ werden, erklärte Hermann bereits Anfang Juli bei der Vergabe des Auftrags. Die Nachrüstung umfasst die Integration von ETCS Level 2 und 3 sowie die Ausstattung der Fahrzeuge für den ATO-Betrieb in der Stufe GoA 2 (halbautomatisiert mit Lokführer).

Zuvor war Alstom bereits von DB Regio mit der Nachrüstung von 215 S-Bahn-Triebzügen beauftragt worden. Dieser Auftrag umfasst 60 Züge der Baureihe 423 und 155 der Baureihe 430. Erreicht werden soll damit eine um mindestens 20 Prozent höhere Leistungsfähigkeit des Stuttgarter S-Bahnnetzes – vor allem auf der Stammstrecke.