Jusos wollen Personenverkehr auf der Hamm-Osterfelder-Bahn wiederbeleben

Ein Güterzug bei Datteln | Foto: Jusos Datteln

Die Jugend­organisation der SPD (Jusos) setzt sich für die Wieder­aufnahme des Personen­verkehrs auf der Hamm-Osterfelder-Bahn ein.

Datteln (evn) – Auf der 77 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Hamm und Oberhausen fahren schon seit 1983 keine planmäßig verkehrenden Personenzüge mehr. Unterwegs sind hier fast ausschließlich Güterzüge – Züge mit Reisenden sind nur im Umleitungsfall anzutreffen.

Geht es nach dem Willen der Jusos in Datteln, Lünen und Waltrop, soll die Trasse in Zukunft allerdings wieder mit regulären Personenzügen befahren werden. Auch ein Personenbahnhof für die Stadt Datteln gehört zur Forderung. Die Jungsozialisten der SPD kritisieren, dass Datteln mit fast 35.000 Einwohnern zu den wenigen mittelgroßen Städten in Deutschland gehört, die keinen Bahnhof haben und somit nicht an den Schienenpersonennahverkehr angeschlossen sind. „Für die heutige Zeit ein Unding, dass Regionen wie das Ostvest über keinen eigenen Anschluss an das Bahnnetz verfügen“, sagte Pascal Buddäus, Vorsitzender der Jusos in Datteln.

Die Reaktivierung der Bahnlinie und idealerweise auch ein gesamtes Tarifsystem würden die Mobilitätswende vorantreiben und zudem eine starke Ost-West-Verbindung im Bereich des östlichen Ruhrgebiets schaffen, sind sich die Jusos sicher. Unterstützung kommt auch von den drei SPD-Bundestagskandidaten Brian Nickholz (u.a. für Datteln, Oer-Erkenschwick), Frank Schwabe (u.a. für Waltrop) und Michael Thews (u.a. für Lünen, Hamm). Man sei sich einig, dass ein Personenverkehr für die Menschen und auch für das Klima in der Region wichtig sei, heißt es.