Stromschlag aus Oberleitung tötet Jungen – Millionenstrafe für britischen Logistiker

Stromführende Oberleitung (Symbolbild) | Foto: Pixabay

Weil ein elfjähriger Junge auf dem Firmen­gelände einen tödlichen Strom­schlag erlitten hat, muss ein britisches Unter­nehmen 6,5 Millionen Pfund Strafe zahlen.

Northampton (dpa) – Ein Gericht in der englischen Stadt Northampton verurteilte den Logistikdienstleister am Freitag wegen Gesundheits- und Sicherheitsmängeln. Es ist eine der höchsten Strafen, die aufgrund einer Anzeige der Aufsichtsbehörde Office of Rail and Road (ORR) je verhängt wurde. Der Junge war 2017 auf der Suche nach seinem Fußball auf einen stehenden Güterwagen in einem Depot des Unternehmens geklettert und hatte dabei einen tödlichen Stromschlag von einer Oberleitung erlitten.

Die Aufsichtsbehörde begrüßte die Entscheidung. Es sei richtig, dass das Unternehmen zur Verantwortung gezogen wird, da es versäumt habe, unbefugten Zugang zum Gelände zu verwehren. Die Tragödie sei „völlig vermeidbar“ gewesen. „Die Eisenbahnindustrie hat hervorragende Arbeit geleistet, um unbefugtes Eindringen zu verhindern und Kinder über die Risiken aufzuklären, aber dieser Fall ist eine Erinnerung daran, dass es ernsthafte Folgen hat, wenn der Zugang zur Eisenbahn nicht ordnungsgemäß kontrolliert wird.“