Österreich/Slowenien: Karawanken­tunnel nach Sanierung wieder in Betrieb

v.l.n.r.: Peter Kaiser, Leonore Gewessler, Martin Selmayr, Jernej Vrtovec, Andreas Matthä | Foto: ÖBB / emedia

Politiker und Vertreter der Österreich­ischen Bundes­bahnen (ÖBB) haben vor wenigen Tagen die Wieder­inbetrieb­nahme des Karawanken­tunnels an der österreichisch-slowenischen Grenze gefeiert.

Rosenbach (evn) – Die in den letzten zehn Monaten durchgeführten Modernisierungsarbeiten konnten Mitte Juli abgeschlossen werden. Am vergangenen Donnerstag erfolgte in Rosenbach dann der feierliche Startschuss für die Wiederaufnahme des Zugbetriebs. Dabei waren Bundes­ministerin Leonore Gewessler (Grüne), ÖBB-Chef Andreas Matthä, der slowenische Infra­struktur­minister Jernej Vrtovec, EU-Botschafter Martin Selmayr und der Kärntner Landes­hauptmann Peter Kaiser anwesend.

Wie die ÖBB betonten, werde der Karawanken­tunnel in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, da er eine wichtige Verbindung des süddeutschen und österreichischen Wirtschaftsraumes zu den Häfen in Slowenien, Kroatien und Griechenland darstellt. In die Sanierung des knapp acht Kilometer langen Tunnels flossen insgesamt rund 140 Millionen Euro – kofinanziert von Österreich, Slowenien und der EU. Die ÖBB investierten rund 73 Millionen Euro in das Projekt. 


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Wichtig war die Modernisierung laut ÖBB-Chef Matthä sowohl für die Personenverkehrsachse München – Salzburg – Ljubljana – Thessaloniki als auch für die Beschleunigung des Güter­verkehrs zwischen den Industriestandorten in Süddeutschland, Ostösterreich und den Adria Häfen.

Um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, müsse man das 200.000 Kilometer lange Schienen­netz in der EU attraktiv gestalten und weiter ausbauen, sagte auch der Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr. „Die EU fördert klimafreundliche transeuropäische Verkehrslösungen in der laufenden Finanzperiode mit rund 15 Milliarden Euro.“