Eisenbahnmarkt: Corona-Pandemie bremst positiven Wachstumstrend deutlich aus

Ein Rangierbahnhof für Güterzüge bei Nacht | Foto: Pixabay / Alexander Droeger

Die Corona-Pandemie hat den positiven Wachstumstrend beim Umsatz im Eisen­bahn­verkehrs­markt der letzten Jahre deutlich ausgebremst. Das geht aus dem „Tätigkeits­bericht der Bundesnetzagentur – Eisenbahnen 2019/2020“ an die Bundesregierung hervor.

Berlin (evn/hib) – Demnach habe der Umsatz im Eisenbahnmarkt im Jahr 2019 mit 22 Milliarden Euro eine neue Höchstmarke erreicht, schreibt die Bundesnetzagentur. Der Schienen­güterverkehr habe einen Umsatzanstieg von 5,6 Milliarden Euro auf 5,7 Milliarden Euro verzeichnet. Im Schienenpersonenfernverkehr sei eine weitere Umsatzsteigerung von vier auf 4,2 Milliarden Euro erreicht worden – im Schienenpersonennahverkehr eine leichte Steigerung des Umsatzes von 10,6 Milliarden Euro auf 10,8 Milliarden Euro. Betrachte man den Zeitraum der Jahre 2013 bis 2017, so habe es im Eisenbahnverkehrsmarkt eine Steigerung um jährlich etwas mehr als zwei Prozent gegeben, heißt es in dem Bericht.

Im Jahr 2020 sei der Umsatz erstmals seit Jahren deutlich zurückgegangen. Die Analyse der Bundesnetzagentur zeige einen Umsatzrückgang im Schienengüterverkehr von sechs Prozent, im Schienenpersonennahverkehr von rund zehn Prozent und im Schienen­personen­fernverkehr von über 40 Prozent.

Die Wettbewerbsentwicklung, so heißt es in der Unterrichtung weiter, sei in den einzelnen Verkehrsdiensten weiterhin unterschiedlich ausgeprägt. Im Schienengüterverkehr hätten die Wettbewerber der Deutschen Bahn AG im Jahr 2019 einen Anteil von 54 Prozent erreicht. Im Schienenpersonennahverkehr habe der Anteil der Wettbewerber an der Verkehrsleistung ebenfalls zugenommen und liege bei 28 Prozent. Im Schienenpersonenfernverkehr sei der Wettbewerberanteil 2019 auf rund vier Prozent angestiegen, nachdem er in den letzten Jahren bei etwa einem Prozent gelegen habe. Im Jahr 2020 hätten die Wettbewerber ihr Angebot jedoch zeitweise wieder eingestellt.