Bundespolizei ermittelt nach Beinahezusammenstoß auf eingleisiger Strecke

S-Bahn-Triebzug der Baureihe ET 423 (Symbolbild) | Foto: Imago / Fotostand

Am vergangenen Donnerstagabend ist es bei Icking, nördlich von Wolfratshausen (Bayern), fast zu einer Zugkollision gekommen. Zwei S-Bahnen der Linie S7 standen sich gegenüber.

Icking (evn) – Wie es zu dem Beinahezusammenstoß auf der eingleisigen Bahnstrecke kommen konnte, werde derzeit durch die Bundespolizei ermittelt. Hätten die beiden Lokführer nicht rechtzeitig gebremst, wäre es wohl unausweichlich zu einer Kollision gekommen. Glücklicher­weise waren die zwei Züge langsam unterwegs.

Einem Bericht des Bayerischen Rundfunks zufolge erklärte ein Bundespolizeisprecher, dass die beiden Züge nur noch rund 150 Meter voneinander entfernt standen. Einsatzkräfte evakuierten die beiden S-Bahnen und brachten die insgesamt 33 Fahrgäste zum Bahnhof Icking. Von Seiten der Deutschen Bahn war zunächst keine konkrete Stellungnahme zu dem Vorfall zu erhalten, berichtete der Münchner Merkur.

Erst am Mittwochmorgen war es in Tschechien nahe der bayerischen Grenze zu einer Zug­kollision mit drei Toten und mehreren Verletzten gekommen. Bei einem anderen Bahnunfall vor fünfeinhalb Jahren nahe Bad Aibling im oberbayerischen Landkreis Rosenheim starben zwölf Menschen.