Bahn arbeitet an Notfahrplan für GDL-Streik

Lokführer blickt aus dem Seitenfenster eines ICE | Foto: Pixabay

Die Deutsche Bahn arbeitet bereits an einem Notfahrplan, für den Fall, dass die Lokführergewerkschaft GDL ihre Streikdrohung wahr macht.

Berlin (dts/evn) – Im Falle eines Streiks müssen 860 Fernverkehrszüge und bis zu 21.000 Regionalzüge und S-Bahnen umdisponiert werden. Gleichzeitig bietet die Bahn der Gewerkschaft aber an, die Tarifverhandlungen fortzusetzen. „Die DB ist immer und überall bereit zu verhandeln und wir können ab Montagfrüh die Gespräche beginnen“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler der Bild am Sonntag. Die GDL fordert Lohnerhöhungen von rund 3,2 Prozent und eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 600 Euro.

Seiler verwies auf die hohen Verluste, die der Konzern während der Pandemie gemacht hat. „Unsere Kunden kommen gerade wieder zurück. Durch den Arbeitskampf zur Unzeit wird das zarte Pflänzchen Aufschwung zertrampelt. Inhaltlich gibt es null Komma null Grund zu streiken.“


Die Lokführergewerkschaft will am Dienstag das Ergebnis ihrer Urabstimmung über einen Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn bekannt geben. GDL-Chef Claus Weselsky rechnet mit einem klaren Votum für einen Streik. „Unheimlich viele Mitglieder haben bei der Urabstimmung ihre Stimme abgegeben, ich gehe von einer Zustimmung zum Arbeitskampf oberhalb von 90 Prozent aus“, sagte er der Welt am Sonntag.