Bahn: GDL-Streik schädlich für den „dringend gebotenen Klimaschutz“

Achim Stauß, Konzernsprecher der Deutschen Bahn | Foto: DB AG / Patrick Kuschfeld

Der gut zweitägige Streik der Lokführergewerkschaft GDL habe nicht nur Folgen für die Bahn, sondern auch für das Klima, argumentierte der Staatskonzern.

Berlin (evn) – Die Lokführergewerkschaft schade mit ihrem Ausstand im Zugverkehr nicht nur den Fahrgästen und der Bahn, „sondern auch dem so dringend gebotenen Klimaschutz“, sagte Konzernsprecher Achim Stauß am Donnerstag in Berlin. Zehntausende Menschen würden gezwungen, von der klimafreundlichen Bahn auf andere, weniger nachhaltige Verkehrsmittel auszuweichen, erklärte er.

Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur seien Bahnkunden bereits am Mittwoch wegen des Streiks auf andere Verkehrsmittel umgestiegen – unter anderem auf Fluglinien und Fernbusse. Anbieter Flixbus verzeichnete demnach im Vergleich zur Vorwoche eine um etwa 70 Prozent höhere Nachfrage.

Der Streik der GDL soll in der Nacht zum Freitag um 2.00 Uhr enden. Begonnen hatte der Arbeitskampf bereits am Dienstagabend im Güterverkehr, am Mittwoch folgten auch der Personen­verkehr und Teile der Bahn-Infrastruktur.