Weselsky: Tarifabschluss mindestens so wie im öffentlichen Dienst

GDL-Chef Claus Weselsky | Foto: Imago / Jens Jeske

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, äußert sich in der Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Bahn kompromissbereit, verweist aber auch auf Mindestziele.

Berlin (evn) – „Wir hatten ursprünglich deutlich höhere Forderungen. Die haben wir im Sinne einer Lösung nach unten korrigiert“, sagte Weselsky im Interview mit der Tageszeitung nd.DerTag (Montagausgabe). Er sehe aber „keinen Tarifabschluss unterhalb des öffentlichen Dienstes. Denn dafür gibt es keinen vernünftigen Grund“, so der GDL-Vorsitzende. Weselsky verlangte gleichzeitig von der Bahn neue Vorschläge: „Falls es kein verhandlungsfähiges neues Angebot der Bahn geben sollte, wird bis zur nächsten Arbeitsniederlegung nicht viel Zeit vergehen. Das erwarten auch die Kollegen von uns.“

In der vergangenen Woche hatte ein zweitägiger Streik der Lokführergewerkschaft den Zugverkehr der Deutschen Bahn zu einem großen Teil lahmgelegt. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Ulrich Silberbach, sagte dem Tagesspiegel, dass es vermutlich noch weitere Streikaktionen geben werde.