Gera will schnelle Lösung für zweigleisigen Bahnausbau

Weichen in einem Bahnhof | Foto: DB AG

Die Stadt Gera hat eine schnelle Lösung für den weiteren zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung gefordert.

Gera (dpa) – „Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Gera wie der gesamten Region Ostthüringen ist zu großen Teilen abhängig von einem modernen Schienenverkehr“, sagte der Leiter des Dezernats für Stadtentwicklung, Michael Sonntag, am Freitag. Das Land Thüringen müsse schnellstmöglich auf das Bundesverkehrsministerium zugehen und sich für den zweigleisigen Ausbau zwischen Jena und Gera stark machen.

Zuvor hatte der Fahrgastverband Pro Bahn mitgeteilt, dass Thüringen bei den Investitions­projekten für den Deutschlandtakt fast leer ausgehe. Lediglich ein Vorhaben rund um Erfurt werde aus dem insgesamt rund 40 Milliarden Euro schweren Topf gefördert.

Die Stadt Gera kritisierte das Land dafür, dass es nicht selbst 180 Millionen Euro für den Ausbau der Verbindung nach Jena bereitstelle. Das bedeute aus ihrer Sicht „einen empfind­lichen Rückschlag für ihre jahrzehntelangen Bemühungen um eine bessere Anbindung Ost­thüringens an den Fern- und Güterverkehr“. Zuvor hatten Medien darüber berichtet, dass Thüringen eine Forderung der Deutschen Bahn, 180 Millionen Euro für den Ausbau beizu­steuern, nicht bewältigen könne. Das Infrastrukturministerium äußerte sich auf Anfrage nicht dazu.