„Lokführer zu wenig gewürdigt“ – Schienenhilfe schlägt 10-Tage-Streik vor

Zwei gekuppelte Lokomotiven | Foto: EVN

Die Deutsche Schienenhilfe hat im aktuellen Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL eine deutliche Ausweitung des Arbeitskampfes vorgeschlagen.

BERLIN | Nach Ansicht der Initiative sollte die GDL im Güter- und Personenverkehr einen 10-Tage-Streik durchführen, um ihre Ziele zu erreichen. Dieser Mega-Streik sollte demnach noch vor der Bundestagswahl stattfinden. „Lokführerinnen und Lokführer verdienen zu wenig Geld. Das ist Fakt“, sagte Schienenhilfe-Sprecher Jochen Zenthöfer. Es könne keine Boni für die Führungskräfte geben und zugleich „nur Almosen für die Mitarbeiter.“ Die Gesellschaft müsse ihre Anerkennung für die Lokführerinnen und Lokführer ausdrücken. „Das geht nur mit Lohnerhöhungen und einer Corona-Prämie“, so Zenthöfer weiter.

Im Personenverkehr sollte laut Vorschlag der Schienenhilfe vor allem der sogenannte „Beamten-Shuttle“, also die Bahnverbindung Bonn – Berlin (über Köln, Hannover) bestreikt werden. Dann könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesministerien selbst sehen, wie essentiell die Lokführerinnen und Lokführer für die deutsche Mobilität sind, schriebt die Initiative in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung.


Quelle: EVN