Bund Naturschutz: Pläne für Nürnberger ICE-Werk „überdimensioniert“

Ein ICE 4-Zug in einer Werkshalle (Archiv) | Foto: DB AG / Oliver Lang

Der Bund Naturschutz (BN) hat die Pläne für das bei Nürnberg geplante ICE-Instand­haltungs­werk als überdimensioniert kritisiert.

NÜRNBERG | Der Bau sei an allen infrage kommenden Flächen nur mit großen Umwelt­eingriffen zu realisieren und deshalb höchst umstritten, sagte der Vorsitzende des BN in Bayern, Richard Mergner, am Montag. „Es geht aber auch deutlich flächensparender.“

Der genaue Standort des rund 400 Millionen Euro teuren Werks, das 450 Arbeitsplätze schaffen soll, steht noch nicht fest. Untersucht werden zunächst neun Gebiete im Raum Nürnberg. Von einem davon – in den Stadtteilen Altenfurt/Fischbach – war die Staatsregierung im Juni abgerückt. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist eine Betriebsfläche von 35 bis 45 Hektar geplant.


Der BN forderte, weitere Standorte zu suchen und dabei auf geringeren Flächenverbrauch zu achten. „Das ICE-Werk ist wichtig, es kann aber genauso gut umweltverträglicher realisiert werden“, sagte der stellvertretende Landesbeauftragte des BN, Kai Frobel. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte im Juni erklärt, es sei möglich, die Liste der bisher von der Deutschen Bahn vorgeschlagenen neun Standortalternativen im nordbayerischen Raum zu erweitern.


Quelle: dpa / EVN