Bahnkonkurrenten wegen GDL-Streik teilweise pünktlicher unterwegs

Regionalexpress (RE2 nach Uelzen) der Metronom Eisenbahngesellschaft in Hannover | Foto: Imago / Rüdiger Wölk

Wegen des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL fallen weiterhin zahlreiche Regional- und Fernzüge der Deutschen Bahn aus. Bei Konkurrenten des Staatskonzerns wirkt sich das mitunter positiv aus: Deren Züge kommen pünktlicher ans Ziel.

HANNOVER | Nach Angaben der Bahn fällt auch am zweiten Streiktag im Personenverkehr ein Großteil der Zugverbindungen aus. Wie eine Bahnsprecherin sagte, sei der Ersatzfahrplan aber auch am Dienstag „stabil angelaufen.“ Zudem hofft die Bahn darauf, dass man „noch ein paar mehr Züge als gestern anbieten“ könne. Am Montag hatte die Bahn im Fernverkehr jeden dritten statt wie geplant nur jeden vierten Zug auf die Strecke gebracht.

Für einige Strecken war ein Zweistundentakt geplant – etwa zwischen Bremen und Hannover, zwischen Bremen und Osnabrück und zwischen Göttingen und Bad Harzburg. Für mehrere Verbindungen wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert. Zudem wurden Fahr­gäste gebeten, für manche Strecken Bahn-Konkurrenten wie Metronom, Erixx, Nordwest­bahn oder Westfalenbahn zu nutzen. Diese waren als private Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht vom Streik betroffen.


„Wir sind pünktlicher als sonst, weil die Gleise nicht so überlastet sind“, sagte der Sprecher der Unternehmen Erixx und Metronom. Diese Züge fuhren demnach nach Plan. Zu überfüllten Wagen und Gedränge sei es nicht gekommen. „Die Kapazitäten reichen aus“, so der Sprecher. Er verwies darauf, dass wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich weniger Menschen als sonst Zug fahren. Natürlich sei es möglich, dass die Züge auf manchen kleineren Strecken wegen des Streiks voller sind als sonst. Aber: „Das ist alles im Rahmen.“


Quelle: EVN / dpa