Gewaltdelikte in Bahnhöfen und Zügen – Tatverdächtige mehrheitlich deutsche Staatsbürger

Gewalt am Bahnsteig (Symbolbild) | Foto: Bundespolizei

In der ersten Jahreshälfte 2021 sind von der Bundespolizei bei Gewalttaten in Bahnhöfen und Zügen insgesamt 5.803 Tatverdächtige erfasst worden.

BERLIN | Laut den Zahlen der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei wurden demnach 3.327 deutsche Staatsbürger als Tatverdächtige registriert. Die Zahl der nicht­deutschen Tatverdächtigen belief sich auf 2.405, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervorgeht. Bei weiteren 71 Tatverdächtigen blieb die Staatsangehörigkeit ungeklärt.

Bei Eigentumsdelikten wurden der Vorlage zufolge 5.388 Tatverdächtige erfasst, davon waren 2.739 deutsche und 2.614 nichtdeutsche Staatsangehörige, bei 35 war die Herkunft unklar. Auch bei Delikten mit Betäubungsmitteln und Waffen wurden überwiegend deutsche Staats­bürger als Tatverdächtige erfasst. Ein umgekehrtes Bild zeigt sich hingegen bei Sexualdelikten: Hier wurden laut der bundespolizeilichen Statistik 171 nichtdeutsche und 143 deutsche Tatverdächtige ermittelt. Bei vier Tatverdächtigen war die Staatsangehörigkeit unbekannt.

Wie aus der Eingangsstatistik der Bundespolizei weiter hervorgeht, gehören die Haupt­bahnhöfe Hamburg (mit 254 Vorfällen), Frankfurt am Main (207) und Berlin (161) zu den am stärksten von Gewaltdelikten betroffenen Verkehrsstationen. Bei Eigentumsdelikten liegt der Hauptbahnhof in Köln (mit 612 Vorfällen) deutlich an erster Stelle, gefolgt von Hamburg Hbf (363) und Leipzig Hbf (353).


Quelle: EVN