Streik der Lokführer­gewerkschaft sorgt weiter für zahlreiche Zugausfälle

Wartende Reisende an einem Bahnsteig im Berliner Hauptbahnhof | Foto: DB AG / Dominic Dupont

Die Lokführergewerkschaft GDL setzt an diesem Dienstag ihren Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn fort. Reisende müssen sich wie am Vortag auf zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen einstellen.

BERLIN | Im Fernverkehr der Bahn konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben am Montag etwa 30 Prozent des Angebots aufrechterhalten, im Regionalverkehr im Durchschnitt etwa 40 Prozent. Auch im Güterverkehr wird weiter gestreikt – hier begann der Ausstand bereits am vergangenen Samstag.

Zu einem späteren Zeitpunkt wolle die Bahn aktuelle Prognosen abgeben, wie viele Züge an diesem Dienstag ausfallen, sagte eine DB-Sprecherin am frühen Dienstagmorgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Auch am zweiten Tag werden wir unser stabiles Grundangebot bieten“, fügte sie hinzu. Um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch soll der Arbeitskampf enden. Mit einer Normalisierung des Verkehrs rechnet die Bahn erst dann im Laufe des Tages.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit dem Streik höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder durchsetzen. Unter anderem verlangt sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Tariferhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Es ist ihr zweiter Streik in der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit dem Staatskonzern. Anders als beim ersten Ausstand in der vorletzten Woche hatten Fahrgäste dieses Mal mehr Zeit, sich vorzubereiten.


Quelle: EVN