NRW-Verkehrsminister legt Bericht zu Schäden durch Flutkatastrophe vor

Die Hochwasser-Katastrophe im Juli hat enorme Schäden verursacht | Foto: DB AG

Die Hochwasserkatastrophe im Juli hat enorme Infrastrukturschäden verursacht. Ersten Schätzungen zufolge soll sich der Reparaturbedarf allein bei den Schienenwegen auf rund 270 Millionen Euro belaufen. Das geht aus einem Bericht von NRW-Verkehrs­minister Hendrik Wüst (CDU) an den Düsseldorfer Landtag hervor.

DÜSSELDORF | Bei mehreren Bahnstrecken wird die Wiederherstellung der Infrastruktur noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Hierzu gehören die Eifelstrecke (Erftstadt – Euskirchen – Ehrang), die Voreifelbahn (Bonn – Euskirchen), die Erfttalbahn (Euskirchen – Bad Münstereifel), die Strecke der S-Bahn-Verbindung (Wuppertal – Vohwinkel – Essen Steele), die Volmetalbahn (Hagen – Brügge) und die Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen – Plettenberg).

Ziel der Deutschen Bahn sei es, bis Jahresende rund 80 Prozent der vom Hochwasser betroffenen Strecken für die Reisenden wieder befahrbar zu machen. Insgesamt waren in NRW und Rheinland-Pfalz rund 600 Kilometer Gleise vom Unwetter betroffen.

Schäden wurden in NRW an 50 Eisenbahnbrücken, 180 Bahnübergängen, knapp 40 Stell­werken sowie an mehr als 1000 Oberleitungs- und Signalmasten festgestellt. Hinzu kämen Schäden an Energieanlagen, Aufzügen und Beleuchtungsanlagen in den Bahnhöfen, Hang- und Dammrutschungen. Der Bahnhof Hagen-Hohenlimburg sei durch das Hochwasser total zerstört worden. 


Quelle: EVN / dpa