Probefahrten für Netzzugang von Stadlers ETCS-Bordsystem Guardia

Erprobungsfahrt mit dem ETCS-Bordsystem Guardia von Stadler Signalling | Foto: DB AG / Tobias-Fischer / EVN

Auf der Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle wurde vor wenigen Tagen mit Erprobungsfahrten für das ETCS-Bordsystem Guardia begonnen.

ERFURT | Die Fahrten wurden mit einem Versuchszug der Deutschen Bahn, dem Advanced TrainLab, durchgeführt. Wie Tobias Fischer, technischer Leiter des Bahn-„TecLab“, kürzlich auf der Business-Plattform LinkedIn schrieb, fand damit die erste Fahrt eines Triebzuges mit dem fahrzeugseitigen ETCS-System Guardia von Stadler Signalling in Deutschland statt. Ziel der Erprobungsfahrten ist die Zulassung für das deutsche Schienen­netz.

Guardia ist eine fahrzeugseitige Technologielösung für den Betrieb auf Strecken, die mit dem europäischen Zugleitsystem ETCS (European Train Control System) ausgestattet sind. Das Bordsystem Guardia besteht aus Hard- und Software, die im Zug installiert wird. Position, Geschwindigkeit und weitere Daten werden dem Lokführer angezeigt und an die Zentrale übermittelt. Gleich­zeitig können Daten wie die Fahrerlaubnis empfangen werden.

Neben dem Schweizer Zugbauer Stadler ist auch der italienische Bahntechnikhersteller Mermec an der Entwicklung von Guardia beteiligt. Beide Unternehmen hatten 2016 das gemeinsame Joint Venture AngelStar gegründet.


Quelle: EVN