Bahn legt GDL neues Angebot vor – 600 Euro Corona-Prämie

DB-Logo auf einem ICE | Foto: DB AG / Volker Emersleben

Die Deutsche Bahn hat sich im Tarifkonflikt mit der GDL bewegt: Kurz nach Beginn der dritten Streikrunde im Güterverkehr legt der Konzern ein neues Angebot vor. Nun liegt der Ball im Feld der Gewerkschaft.

  Aktualisiert | 1. September 2021, 18.33 Uhr  

BERLIN | Die Deutsche Bahn hat im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL ein neues Angebot vorgelegt. Es beinhalte eine Corona-Prämie in Höhe von 400 bis 600 Euro und eine Laufzeit des Tarifvertrags von 36 Monaten, wie der Bahnkonzern am Mittwoch mitteilte. „Wir erfüllen zentrale Forderungen der GDL“, sagte Personalvorstand Seiler in Berlin. Bislang hatte das Unternehmen eine Laufzeit von 40 Monaten angeboten und die Höhe der Prämie nicht beziffert. Das Angebot sei der GDL schriftlich unterbreitet worden, hieß es. Kurz zuvor hatte im Güterverkehr der dritte Streik der laufenden Tarifrunde begonnen.

Schon vor der vorigen Streikrunde in der vergangenen Woche hatte die bundeseigene Bahn eine Corona-Prämie in Aussicht gestellt und damit gehofft, den damaligen Arbeitskampf noch abwenden zu können. GDL-Chef Claus Weselsky hatte den Vorstoß aber kurz darauf abgelehnt und unter anderem kritisiert, dass die Bahn keine konkrete Zahl genannt habe. Die nun angebotenen bis zu 600 Euro Prämie entsprechen der Forderung der GDL.

Die Gewerkschaft hatte am Mittwochnachmittag mit dem Streik im Güterverkehr begonnen. Am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr soll der Arbeitskampf auf den Personenverkehr ausgeweitet werden. Insgesamt mehr als fünf Tage soll der Streik dieses Mal dauern. Ob die Bahn mit dem jetzigen Vorstoß den Arbeitskampf stoppen kann, war zunächst offen. 


Quelle: EVN / dpa / dts Nachrichtenagentur