Allianz pro Schiene hofft auf Rückkehr der Bahnkunden nach Streik-Ende

Intercity in einem Bahnhof | Foto: Pixabay / Michael Gaida

Der Geschäftsführer des Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene, Dirk Flege, hofft, dass alle Bahnkunden nach dem Ende des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL wieder zurück­kommen.

BERLIN | „Sowohl im Interesse der Millionen Bahnkunden als auch des Klimaschutzes kann ich nur hoffen, dass dieser Arbeitskampf bald beendet ist“, sagte Flege der Deutschen Presse-Agentur. „Gerade war der Schienenverkehr dabei, nach den schweren Einbrüchen durch die Corona-Krise wieder Fahrt aufzunehmen. Da kommt mit dem langen Streik der nächste Schlag. Im Güterverkehr boomt der Lkw – der Marktanteil der Schiene ist nach ersten Schätzungen zuletzt sogar gesunken. Und im Personenverkehr haben wir in der Pandemie erlebt, dass viele Menschen aufs Auto umgestiegen sind.“ Jetzt wäre eigentlich der Moment, die Aufholjagd nach der schweren Corona-Phase einzuläuten.

Die GDL ist wie die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Mitglied der Allianz pro Schiene, die Deutsche Bahn ist Fördermitglied und trägt wie andere Unternehmen zur Finanzierung bei.

Die dritte Streikwelle im derzeitigen Arbeitskampf soll am Dienstagmorgen enden. Begonnen hatte der fünftägige Ausstand am Mittwochabend im Güterverkehr, seit Donnerstag steht auch ein Großteil der Personenzüge still. Die Lokführergewerkschaft will eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erreichen. Außerdem kämpft sie für mehr Einfluss im Bahnkonzern. Die Bahn war kurz vor dem Wochenende mit dem Versuch gescheitert, den Streik der GDL juristisch zu stoppen.


Quelle: EVN