Bahn nennt Zahlen zur aktuellen Streikbeteiligung

Am Wochenende sollen rund 30 Prozent der Fernzüge trotz GDL-Streik verkehren | Foto: DB AG

Nach Angaben der Deutschen Bahn haben seit Beginn der dritten Streikwelle etwas mehr als 6.000 Mitarbeitende des Konzerns ihre Arbeit niedergelegt.

BERLIN | Neben dem Zugpersonal hat die Lokführergewerkschaft GDL auch wieder Beschäftigte von DB Netz, in der Instandhaltung und an den Bahnhöfen zum Arbeitskampf aufgerufen. In diesen Bereichen seien allerdings kaum „nennenswerte Arbeitsniederlegungen zu verzeichnen“, teilte die Bahn am Freitagabend mit.

Demnach beteiligten sich seit dem 1. September 5.955 von 19.700 Lokführern. Im Bereich Infrastruktur traten laut Bahn 50 Stellwerker (Fahrdienstleiter und Weichenwärter) von über 48.000 Mitarbeitenden der DB Netz AG in den Ausstand. In der Instandhaltung streikten laut Konzernangaben 36 von mehr als 24.700 Beschäftigten und an den Personenbahnhöfen bis dato 18 von rund 7.200 Mitarbeitenden.

Am Dienstagmorgen soll der Streik enden. Begonnen hatte der Arbeitskampf im Personen­verkehr am Donnerstag, im Güterverkehr schon am Mittwoch. Die Gewerkschaft kämpft um eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Sie arbeitet auch daran, ihren Einfluss im Bahnkonzern auszuweiten. Die Bahn war kurz vor dem Wochenende mit dem Versuch gescheitert, den fünftägigen Streik juristisch zu stoppen.

Für das Wochenende will die Bahn ihren Fahrgästen im Fernverkehr etwa 30 Prozent der üblichen Kapazität anbieten. Im Regional- und S-Bahnverkehr sollen auch in den kommenden Streiktagen durchschnittlich etwa 40 Prozent der Züge fahren. Die Bahn rät, Reisen möglichst zu verschieben.


Quelle: EVN