Migrant bringt sich bei illegaler Einreise mit Güterzug in Lebensgefahr

Ein Bundespolizist sucht einen Güterzug nach möglichen Personen ab (Symbolbild) | Foto: Bundespolizei

Drei Migranten sind versteckt in einem Güterzug illegal nach Deutschland eingereist. Einer von ihnen brachte sich dabei im Landkreis Rosenheim in Lebensgefahr. 

TUNTENHAUSEN | Nachdem der Zug bei Tuntenhausen gestoppt wurde, habe einer der Männer versucht, aus dem Auflieger herauszuklettern und sei dabei der Strom führenden Oberleitung gefährlich nahe gekommen, wie die Bundespolizei am Samstag mitteilte.

Die Beamten ließen daraufhin den Bahnstrom abschalten und nahmen die Männer in Gewahrsam. Die Zugverbindung zwischen Rosenheim und München war von der Strecken­sperrung etwa eine Dreiviertelstunde betroffen.

Die Personen konnten sich laut Bundespolizei nicht ordnungsgemäß ausweisen. Allerdings hätten die Beamten zerrissene und teilweise verbrannte Dokumente gefunden, die Rückschlüsse auf die Personalien der Migranten zuließen. Es handelt sich demnach um zwei Türken und einen Syrer. Die zwischen 23 und 49 Jahre alten Männer sollen in Italien durch einen Schlitz in der Plane in das Innere des Aufliegers gelangt sein. Beim Überfliegen der Zugstrecke erkannte die Besatzung eines Polizeihubschraubers, dass bei dem Güterzug die Abdeckung aufgeschnitten war und löste Alarm aus.

Der Bundespolizei zufolge soll den Männern die Einreise in die Bundesrepublik verweigert werden. Ob auch Schleuser im Spiel waren, sei derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.


Quelle: EVN / dpa