Bahn will nach Streik-Ende schnell zum Normalbetrieb zurückkehren

Lokführerin blickt kurz vor der Abfahrt aus der Lok | Foto: EVN

Nach dem Ende des Streiks der Lokführer­gewerkschaft GDL will die Deutsche Bahn am Dienstag zügig zum Normal­fahrplan zurückkehren. Eine Einigung der Parteien ist unter­dessen weiterhin nicht in Sicht.

  Aktualisiert | 6. Sept. 2021, 17.22 Uhr  

BERLIN | Wie Konzernsprecher Achim Stauß am Montagnachmittag in Berlin sagte, bereitet sich die Bahn wieder auf den normalen Regional- und Fernverkehr vor und werde ab Dienstag den „kompletten Fahrplan fahren“. Er betonte auch, dass der Ersatzfahrplan in den letzten Streiktagen gut funktioniert habe.

Die Bahn empfiehlt ihren Reisenden, sich am Dienstag dennoch vorab zu informieren, ob es eventuell doch Abweichungen gibt. Mögliche Unregelmäßigkeiten seien nicht gänzlich ausgeschlossen. 


Am Montag hatte der Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nochmals für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt. Es kam zu zahlreichen Zugausfällen. Im Fernverkehr fuhren etwa 30 Prozent der Züge, im Nahverkehr waren es bundesweit etwa 40 Prozent. Besonders hoch waren die Streikauswirkungen laut einer Bahnsprecherin vor allem in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort seien nur etwa 15 bis 20 Prozent der DB-Züge im Nahverkehr unterwegs gewesen. Weil der Organisationsgrad der GDL im Osten Deutschlands traditionell vergleichsweise hoch ist, fallen die Streiks dort etwas stärker als im Rest der Republik aus.

Der aktuelle Ausstand ist bereits die dritte Arbeitskampfmaßnahme innerhalb weniger Wochen. Eine Annäherung im Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL ist nicht in Sicht. Ob weitere Streiks drohen, bleibt abzuwarten. 


Quelle: EVN / dpa