Neue Woche startet mit Zugausfällen – Fünfter Streiktag angebrochen

Service-Mitarbeiter der Deutschen Bahn auf einem Bahnsteig | Foto: DB AG

Auch an diesem Montag, dem mittlerweile fünften Streiktag, brauchen Bahnreisende und Pendler wieder viel Geduld: Es kommt weiterhin zu zahlreichen Zugausfällen. Die Lokführergewerkschaft GDL setzt ihren Ausstand fort.

BERLIN | Über das Wochenende hatte sich kein Kompromiss in dem festgefahrenen Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn abgezeichnet. Nach Angaben des Unternehmens fallen daher im Schnitt bundesweit etwa 60 Prozent der Verbindungen im Regionalverkehr aus. Im Fernverkehr ist im Vergleich zum regulären Angebot inzwischen etwa jeder dritte Zug unterwegs. Die mittlerweile dritte Streikrunde in der laufenden Tarifauseinandersetzung soll noch bis Dienstagmorgen, 2 Uhr, andauern. Die Züge der Deutschen Bahn verkehren seit Donnerstag nach einem Ersatzfahrplan.

Der Bahnkonzern war am Donnerstag und Freitag in zwei Instanzen mit einer Einstweiligen Verfügung gegen den Streik vor den Arbeitsgerichten in Frankfurt gescheitert. Er wirft der GDL vor, mit dem Arbeitskampf auch rechtliche und politische Ziele zu verfolgen.

Die GDL kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Ihr Streik ist auf mehr als fünf Tage angesetzt. Der Ausstand hatte am vergangenen Mittwoch im Güterverkehr begonnen, einen Tag später startete der Arbeitskampf auch im Personenverkehr.


Quelle: EVN