Lokführergewerkschaft setzt Bahn Frist vor neuem Streik

Doppelstock-Intercity (IC 2) der Deutschen Bahn | Foto: DB AG / Wolfgang Klee

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn erhöht die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Druck auf den Konzern.

BERLIN | Wie die Gewerkschaft am Donnerstag ankündigte, räume man der Bahn noch bis Anfang der kommenden Woche Zeit ein, ein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorzulegen. Andernfalls würde von Montag an der nächste Streik vorbereitet, hieß es.

„Wir hatten der Deutschen Bahn (DB) nach dem letzten Ausstand Zeit zum Nachdenken eingeräumt, doch mir scheint, dass der Bahnvorstand ein bisschen lange zum Überlegen braucht“, kritisierte der Vorsitzende Claus Weselsky. Die Bahn spiele offenbar auf Zeit, das könne aber keine Option mehr sein.

Die GDL hat in der laufenden Tarifrunde schon drei Mal für ihre Ziele gestreikt, zuletzt mehr als fünf Tage lang. Sie fordert insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Eine Nullrunde in diesem Jahr will die GDL nicht akzeptieren. Gerungen wird auch um die Betriebsrenten und den Einflussbereich der Gewerk­schaft im Konzern. Die Bahn hatte zuletzt eine Laufzeit von 36 Monaten ab 2022 angeboten und der Corona-Prämie zugestimmt.


Quelle: EVN / dpa