Botschafter für grenz­überschreitenden Bahnverkehr – EU-Sonder­zug macht Halt in Österreich

Sonderzug fährt 36 Tage lang quer durch Europa | Foto: ÖBB

Der EU-Sonderzug „Connecting Europe Express“ (CEE), der am 2. September seine 36-tägige Reise quer durch Europa begann, hat in Österreich Halt gemacht. Auf der Fahrt bis zum 7. Oktober werden insgesamt 100 wichtige europäische Städte angefahren.

WIEN | „Das Europäische Jahr der Schiene ist ein klares Bekenntnis für mehr Bahn in Europa“, sagte Österreichs Verkehrs- und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Freitag anlässlich des Besuchs des CEE in Wien. Sie betonte, dass Österreich ein Bahnland sei. Allerdings ende Bahnfahren „nicht an den Landesgrenzen – wir verbinden damit ganz Europa.“ Man müsse hier landesübergreifend am Bahnausbau arbeiten, so Gewessler.

Mit dem Sonderzug verkehrt ein Botschafter für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr rund 20.000 Kilometer weit durch europäische Länder. Laut ÖBB-Chef Andreas Matthä zeige der CEE auf, wo derzeit die Herausforderungen liegen: „Wir brauchen deutlich mehr europäische Vereinheitlichung im Bahnverkehr, um den Güterverkehr weiter von der Straße auf die Schiene zu verlagern und mehr internationalen Personenfernverkehr auf der Schiene anbieten zu können.“


Der Wagensatz des Connecting Europe Express wurde von verschiedenen europäischen Bahnverwaltungen zur Verfügung gestellt. Der Zug beherbergt eine Ausstellung der Europäischen Exklusivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) und dem gemeinsamen Unternehmen Shift2Rail. Die Ausstellung zeigt zahlreiche Technologien und Innovationen zur Verbesserung des Bahnverkehrs und auch wie die EU Infrastrukturprojekte unterstützt.

In Deutschland ist der Sonderzug in der Zeit vom 26. September bis zum 3. Oktober in elf Städten anzutreffen: München, Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Frankfurt am Main, Leipzig, Halle, Berlin, Hamburg, Bremen und Bad Bentheim.


Quelle: EVN