Nach Unfällen mit Bahnstrom: Bundespolizei und Bahn verstärken Präventionsarbeit

Präventionsveranstaltung am Troisdorfer Bahnhof | Foto: NonstopNews

Nach zwei schweren Stromunfällen am Troisdorfer Bahnhof in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen, von denen einer tödlich verlief und ein 14-Jähriger im August ums Leben kam, setzen die Stadt, die Deutsche Bahn und die Bundespolizei vor Ort nun noch stärker auf Prävention.

TROISDORF | Große Banner, die auf die tödliche Gefahr hinweisen, wurden angebracht, der örtliche Bauhof nahm Arbeiten vor, um den Zugang zu den Gleisen zu erschweren. Am Dienstag fand zudem eine Präventionsveranstaltung statt, um ein größeres Medienecho zu generieren.

Jörg Ackmann, der Präventionsbeauftragte der Bundespolizei St. Augustin berichtete von den verschiedenen Präventionsprogrammen mit Flyern, Videos und Schulbesuchen. Besonders ein Video, in dem ein Drachen in die Oberleitungen fliegt und eine Explosion verursacht, sorgte für nachhaltigen Eindruck bei den Schülern. Ackmann macht sich jedoch keine Illusionen, dass solche Vorfälle komplett zu verhindern seien. Die Zugänge zu den Gleisen können nicht komplett abgeriegelt werden und Neugier und Übermut sind zudem immer eine Gefahren­quelle: „Es gibt immer welche, die denken, sie sind schlauer und fassen nichts an – aber man muss nichts anfassen.“

Bürgermeister Alexander Biber steht mit den Familien beider Opfer der Vorfälle der letzten Zeit in Kontakt. Der Vater des tödlich verunglückten Kindes sei mit der Bitte auf ihn zugekommen, möglicherweise eine Gedenktafel zu errichten und so für weitere Abschreckung zu sorgen. Diese Option werde derzeit geprüft.


Quelle: EVN / NonstopNews