TV-Tipp: ZDF zeigt Reportage über Stress bei der Bahn

Ein Zug im Hamburger ICE-Werk | Foto: ZDF / Anne Breer / Ekki Wetzel

Kaputte Toiletten, defekte Klimaanlage und keine Sitzplatzanzeige – so etwas hat wohl jeder Bahnreisende schon erlebt.

MAINZ | Was die Bahn tut, um solche Störungen zu verhindern, beleuchtet die Fernseh­sendung „ZDF.reportage: Stress bei der Bahn – Verspätung, Verschleiß, Verdruss“, die am kommenden Sonntag um 18 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Bereits ab Freitagvormittag ist die Sendung in der ZDF-Mediathek abrufbar. Der Film von Anne Breer blickt hinter die Kulissen des Bahnbetriebs in Deutschland, wie der Sender mitteilt.

Den Ärger der Fahrgäste über Pannen und Defekte bekommen vor allem die Zugbegleiter­innen und Zugbegleiter ab. Dabei arbeitet etwa das Team um Zugchef Jörn Voß vorrangig dafür, die Zufriedenheit der Bahngäste zu gewährleisten: „Das Image der Deutschen Bahn ist draußen nicht unbedingt das Beste. Hier kann man zumindest ein bisschen versuchen, es wieder aufzupolieren“, sagt der diensterfahrene Jörn Voß.

Im ICE-Werk Hamburg-Eidelstedt sind Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr damit beschäftigt, den alltäglichen Dauerbetrieb der Züge zu gewährleisten. Den Kern dieses ICE-Werks bildet die 430 Meter lange und 65 Meter breite Werkshalle. Aufgrund der großen Distanzen bewegen sich die Mitarbeitenden mit dem Fahrrad durch die XXL-Werkstatt. Jeder ICE fährt in zwei Tagen rund 3.600 Kilometer und erhält danach eine Inspektion. Wenn die tonnenschweren Züge in die gigantischen Wartungshallen einfahren, beginnt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Wettlauf gegen die Zeit. Denis Schulz, der seit der Eröffnung des Werks dort arbeitet, kennt jede Schwachstelle der Züge – der mit ihm in Dienst gestellte ICE 1 fährt dank seiner Arbeit immer noch.

Der Rangierbahnhof Maschen ist für den Güterverkehr die Drehscheibe des Nordens. Der Rangier-Riese steckt voller Hightech – aber ohne menschliche Kontrolle geht es nicht. Hartmut Hancke arbeitet dort seit mehr als 20 Jahren als Bergmeister. Er wacht über das gesamte Areal, an dem die Züge neu gebildet werden. Doch der Nachwuchs steckt schon in den Startlöchern. Seine Kollegin Michelle Maier übernimmt mittlerweile schon die Kontrolle beim Rangier­vorgang. Ohne solch ein geschultes Personal ist die Verkehrswende undenkbar, bei der in Zukunft mehr Güter auf der Schiene als auf der Straße transportiert werden sollen.


Quelle: EVN / ZDF