Bahn-Ringschluss am Münchner Flughafen kommt voran – Tunnel fertig

vlnr. Albert Füracker (bayerischer Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender Flughafen München), Jost Lammers (Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen München) und Kerstin Schreyer (bayerische Verkehrsministerin) | Foto: Flughafen München

Die geplante bessere Anbindung des Münchner Flughafens ans Schienennetz ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen.

MÜNCHEN | Eine 1,8 Kilometer lange Tunnelverlängerung unter dem Flughafen für den sogenannten Erdinger Ringschluss ist im Rohbau fertig, wie der Flughafen am Donnerstag mitteilte. Der Airport investierte hier 115 Millionen Euro.

Der Ringschluss soll Freising im Nordwesten und Erding im Südosten des Airports auf einer 30 Kilometer langen Strecke miteinander verbinden und die unterirdische Durchfahrt von S-Bahnen, aber auch von anderen Zügen durch den Flughafen ermöglichen. Damit soll – wahrscheinlich ab 2029 – der Airport per Bahn besser in Richtung Südostbayern und den Salzburger Raum angebunden werden. Ende 2018 war als erster Schritt für den Ringschluss im Westen des Flughafens die sogenannte Neufahrner Kurve in Betrieb genommen worden.

Flughafenchef Jost Lammers sprach zur Fertigstellung des Tunnelstücks am Donnerstag vom „sprichwörtlichen Licht am Ende des Tunnels“. Die bessere Anbindung an die Schiene sei für die Entwicklung des Airports von entscheidender Bedeutung und komme dem Klimaschutz zugute.

Finanzminister Albert Füracker, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen München GmbH (FMG), sprach von einer Zukunftsinvestition. Das Projekt verbessere das Zusammenspiel von Luft- und Schienenverkehr und leiste so einen weiteren wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung. Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (beide CSU) nannte die Verlängerung des Flughafentunnels ein Schlüsselprojekt.

Bei den Bauarbeiten wurden 390.000 Kubikmeter Erde – rund 26.000 Lkw-Ladungen – bewegt und 150.000 Kubikmeter Beton verbaut. Der eingesetzte Betonstahl wiegt nach Angaben des Airports etwa 16.000 Tonnen, das entspreche dem anderthalbfachen Gewicht des Eiffelturms.


Quelle: EVN / dpa