Pkw kracht in Berlin von Autobahn auf Bahngelände

Pkw stürzt auf Bahngelände | Foto: Feuerwehr

Ein Pkw ist im Berliner Ortsteil Westend von einer Autobahnbrücke gestürzt und kopfüber neben den S-Bahn-Gleisen gelandet. Der Fahrer floh anschließend und ließ die verletzten Mitfahrer zurück.

BERLIN |Ein Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten auf der A 100 hat am Sonntag für stundenlange Behinderungen im Verkehr der S-Bahn und auf der Autobahn am Berliner Westend gesorgt. Ein Pkw war am Morgen gegen 2 Uhr auf der Stadtautobahn in Richtung Norden kurz vor dem Spandauer Damm von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Die Autobahn überquert dort auf einer Brücke die Gleise der Berliner Ringbahn am Bahnhof Westend.

Das Auto krachte demnach rechts gegen eine mobile Leitplanke, hob ab und stürzte „rund 10 Meter tief“ von der Brücke. Der Pkw landete kopfüber neben den Gleisen. „Überall lagen Trümmerteile herum“, sagte eine Polizeisprecherin. Zeugen beobachteten zwei Männer, die sich selber aus dem Wrack befreiten. Ein dritter Mitfahrer, 17 Jahre alt, war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Ebenso wurde der andere schwerverletzte Beifahrer, 28 Jahre alt, in einer Klinik versorgt.

Der mutmaßliche Fahrer floh zu Fuß unerkannt in Richtung Spandauer Damm. Ein Polizeihubschrauber suchte nach ihm – zunächst ohne Erfolg.

Wegen des Polizei- und Feuerwehreinsatzes am Gleis war nach Angaben der Deutschen Bahn der Zugverkehr der Linien S41 und S42 zwischen Halensee und Beusselstraße unterbrochen. Als Ersatz fuhren Busse. Auch auf der A 100 an der Unfallstelle sowie auf dem Spandauer Damm kam es zu starken Verkehrseinschränkungen. „Zahlreiche Rettungsfahrzeuge mussten dort in Position gebracht werden“, sagte die Polizeisprecherin. 57 Rettungskräfte waren nach Angaben der Feuerwehr vor Ort. Warum der Pkw von der Fahrbahn abgekommen war, blieb zunächst unklar.


Quelle: EVN / dpa