SPD und Konzernbetriebsrat gegen Zerschlagung der Deutschen Bahn

Bahnkonzern in Sichtweite zum Bundestag | Foto: Pixabay

Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich kürzlich bei einem Treffen mit Vertretern des Konzernbetriebsrats der Deutschen Bahn AG (DB AG) für den Erhalt des integrierten Bahnkonzerns ausgesprochen.

BERLIN | „Attraktive und klimaneutrale Mobilität geht nur mit einer attraktiven Bahn.“ Die Bahn als Integrierter Konzern sei leistungsfähiger und ermögliche gute Beschäftigungs­bedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagte Walter-Borjans am vergangenen Donnerstag in Berlin. „Wir wollen die Investitionen in die Infrastruktur erhöhen und die Genehmigungsverfahren beschleunigen“, so der SPD-Chef weiter.

Auch der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der DB AG, Jens Schwarz, positionierte sich klar für eine Stärkung des Staatsunternehmens in seiner heutigen Form: „Als Integrierter Konzern bleibt die Bahn ein attraktiver, sicherer und guter Arbeitgeber“, betonte er. „Um die ehrgeizigen Klimaziele erreichen zu können, braucht es eine massiv verstärkte Verlagerung des Personen- und des Güterverkehrs auf die Schiene. Dafür muss die neue Bundesregierung den Verkehrsträger Schiene mit den dringend erforderlichen Investitionen in die Infrastruktur und in digitale Innovationen stärken“, sagte Schwarz.

Für eine Bahnreform hatten sich hingegen die Grünen und die FDP im Vorfeld der Bundestags­wahl ausgesprochen. Diese Forderung erhoben im August auch der Fahrgastverband Pro Bahn, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), der Güterbahnenverband NEE und der Verband der Wettbewerbsbahnen im Schienenpersonenverkehr, Mofair.


Quelle: EVN