Hamm wird zur Logistik­dreh­scheibe – Absichts­erklärung für Multi Hub Westfalen unterzeichnet

In Hamm wurde am Freitag eine Absichtserklärung für den Multi Hub Westfalen unterzeichnet | Foto: Stadt Hamm

Der einst größte deutsche Rangierbahnhof in Hamm (Westfalen) soll zu einem multi­modalen Logistik­knoten mit innovativer Verlade­technik ausgebaut werden. Die Deutsche Bahn bezeichnet das Vorhaben als Vorzeige­projekt für den klima­freundlichen Schienen­güter­verkehr.

HAMM | Das Konzept sieht neben der straßenseitigen Erschließung den Bau und den Betrieb eines multifunktionalen Logistikareals mit öffentlich zugänglichen Terminalanlagen und einer Anbindung an den bestehenden Güterbahnhof, Depotflächen, Logistikhallen und Gleis­anschlüsse vor. Auf fast 60 Hektar Fläche entwickeln sich Schiene, Straße und Wasserstraße zu einer Logistikdrehscheibe, heißt es von Seiten der Bahn.

Unterstützt wird das Vorhaben vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Hamm, der Güterbahntochter DB Cargo sowie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Am Freitag wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet.

„Mit der Transformation des ehemaligen Rangierbahnhofs zur multimodalen Verkehrs­dreh­scheibe wird in der traditionsreichen Eisenbahnstadt Hamm das nächste Kapitel Mobilitäts­geschichte geschrieben“, sagte NRWs Verkehrsminister Hendrik Wüst. In Zukunft könnten somit 170.000 Lkw-Fahrten über den neuen Multi Hub Westfalen auf die Schiene gebracht werden und zu Häfen rollen. Das schaffe mehr Platz auf den Straßen und schone das Klima, so Wüst weiter. Hamms Oberbürgermeister Marc Herter ergänzte: „Durch die trimodale Anbindung von Schiene, Wasserstraße und Straße sind die Voraussetzungen ideal, um einen neuen Logistiknoten von überregionaler Bedeutung zu entwickeln.“


Quelle: EVN