Zwei gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr – Lokführer verhindern Bahnunfälle

Polizeieinsatz im Gleis (Symbolbild) | Foto: EVN

Gleich zweimal konnten Lokführer durch ihre schnelle Reaktion in Hessen Bahnunfälle verhindern.

AßLAR / WABERN | Sowohl in Aßlar (Lahn-Dill-Kreis) als auch in Wabern (Schwalm-Eder-Kreis) entgingen am Freitag Personen durch eine Schnellbremsung knapp einer folgenschweren Kollision, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte.

Am Bahnhof in Wetzlar erfasste der 120 Stundenkilometer schnelle Zug beinahe zwei Frauen im Alter von 26 und 27 Jahren, weil sie eine Abkürzung über die Gleise nahmen. Nur noch ein knapper Meter sei nach der Schnellbremsung zwischen ihnen und dem Zug gewesen. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste den Dienst abbrechen. Die zwei Frauen aus Aßlar hätten dagegen unbeeindruckt ihren Weg fortgesetzt und seien anschließend im angrenzenden Wohngebiet gefasst worden.

Am selben Tag versuchte im Schwalm-Eders-Kreis ein 19 Jahre alter Traktorfahrer mit seinem Gespann den Bahnübergang bei Wabern zu überqueren. Durch die enorme Größe des Gespanns sei es dem 19-Jährigen nicht möglich gewesen, den Bahnübergang schnell genug zu verlassen. Die Lokführerin konnte jedoch rechtzeitig bremsen, so dass niemand verletzt wurde.

Der 19-Jährige und die beiden Frauen müssen sich nun wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten.


Quelle: EVN / dpa