Hannover: Neuer S-Bahn-Betreiber stellt moderne Zugflotte vor

Transdev zeigt neue S-Bahn-Fahrzeuge für das Netz Hannover | Foto: EVN / Jens Rohde

Die Transdev Hannover GmbH hat am Freitag zwei ihrer ersten Züge für den künftigen S-Bahn Betrieb rund um die niedersächsische Landeshauptstadt vorgestellt.

LAATZEN | In Laatzen, südlich von Hannover, lud der private Bahnbetreiber Vertreter aus Politik und Presse zur Besichtigung der neuen Fahrzeuge ein. Bahnblogstelle war vor Ort.

Vier neue S-Bahnen vom Typ Stadler Flirt 3 XL stehen der Transdev Hannover GmbH seit Juli zur Verfügung. Die künftigen Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer werden derzeit auf den neuen Fahrzeugen geschult. Damit nicht genug – seit dem 19. August ist zudem auch ein Probebetrieb ohne Fahrgäste im Gange, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.

Die offizielle Betriebsübernahme durch die SBH, wie sich die neue S-Bahn Hannover nennt, erfolgt ab Jahresende auf zunächst drei Linien. Bedient werden mit Beginn zum 12. Dezember anfänglich die Verbindungen zwischen Hildesheim und Hannover (S3) sowie Celle und Hannover (S6/S7), ab dem 12. Juni 2022 dann alle zehn Linien. Insgesamt 64 Neufahrzeuge und 13 Bestandszüge der heutigen DB-Regio-Flotte sollen künftig im S-Bahn-Netz Hannover verkehren. Für die Fahrzeuge der älteren Baureihe 425.5, die 2008 angeschafft wurden, ist ein aufwendiges Redesign geplant, wie Lehrlokführer Frank Blome im Gespräch mit unserem Reporter Jens Rohde verriet.

Die neuen Triebzüge von Hersteller Stadler sind schon in einigen Regionen Deutschlands unterwegs. Bei der SBH unterscheiden sie sich jedoch schon optisch von außen durch die Anzahl der Türen. Eine Einheit besteht – statt bisher aus vier – nun aus drei Wagen und bietet auf 67,6 Metern Länge acht Türen je Fahrzeugseite für den schnellen Fahrgastwechsel. An den jeweiligen Endwagen sind drei und im Mittelwagen zwei Türen verbaut. Auch Mehrzweck­bereiche für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Fahrräder sowie ein barrierefrei zugängliches WC gibt es. Darüber hinaus sind im Zug Steckdosen unterhalb der Sitze verbaut. Die 1. Klasse bietet großzügige Tische und breitere Kopfstützen.


Quelle: EVN