Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert neuen DB-Fahrplan

ICE-Züge auf einem Abstellgleis | Foto: EVN

Der Fahrgastverband Pro Bahn in Niedersachsen und Bremen kritisiert den neuen Fahrplan der Deutschen Bahn, der im Dezember in Kraft tritt.

OLDENBURG | Die neuen oder verbesserten Verbindungen würden zu mager ausfallen, teilte ein Sprecher mit. Wenn es in diesem Tempo weitergehe, werde das Ziel einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 ganz klar verfehlt.

So gebe es offenbar keinen neuen ICE-Sprinter für Hannover. Und von den neuen Sprintern Berlin–Köln ohne Halt in Hannover profitiere Niedersachsen nur indirekt. Vermutlich würden einige Reisende von normalen Taktzügen auf die Sprinter umsteigen und somit werde sich die Platzsituation in den Taktzügen leicht entspannen. Der Fahrgastverband forderte weitere Verbindungen zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin mit Halt in Hannover und Wolfsburg. Der derzeitige Stundentakt sei unzureichend.

Positiv für Hannover und das Umland sei hingegen die tägliche neue ICE-Direktverbindung über Berlin nach Rügen. Dadurch werde die Fahrt an die Ostsee deutlich komfortabler und attraktiver.

Ganz leer gehe dagegen Bremen aus, es gebe weiterhin keine einzige Sprinter-Verbindung. Insgesamt biete der neue Fernverkehrsfahrplan kleinere Verbesserungen. Ein großer Schritt in Richtung Verkehrswende sei das Angebot laut Pro Bahn aber nicht.


Quelle: EVN / dpa