Zweites Gleis am Karower Kreuz im Berliner Norden geht in Betrieb

Zweites Gleis am Karower Kreuz geht in Betrieb | Grafik: DB AG

Im Berliner Norden sind die Fernzüge in Richtung Rostock, Schwedt oder Stettin künftig schneller unterwegs.

BERLIN | Mit dem zweigleisigen Ausbau des Karower Kreuzes zwischen Blankenburg und Karow hat die Deutsche Bahn einen Engpass auf der einzigen Zulaufstrecke für Fernzüge von und nach Norden beseitigt. Das zweite Gleis wurde am Dienstag nach rund vier Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. Fortan können Züge an der Stelle 160 Kilometer pro Stunde fahren. „Wir schaffen mehr Kapazität, werden deutlich zuverlässiger und machen den Schienenverkehr noch attraktiver“, teilte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla mit.

Neben dem Bau des zusätzlichen Gleises erneuerte die Bahn auf dem 3,1 Kilometer langen Streckenabschnitt die Stellwerke und verbaute neue Oberleitungen. Außerdem wurden Lärmschutzwände errichtet sowie mehrere Eisenbahnbrücken erneuert. Bis 2023 sollen im Rahmen des Projekts sämtliche Brückenarbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt beliefen sich die Kosten laut Bahn auf rund 200 Millionen Euro.

Der Ausbau des Karower Kreuzes ist Teil des Gesamtvorhabens „Ausbau Eisenbahnknoten Berlin“. In weiteren Bauabschnitten etwas weiter nördlich zwischen Buch und Bernau stehen in den kommenden Jahren zudem Brückenarbeiten an. Zwischen Karow und Buch wurde bereits ein elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen sowie der Oberbau der S-Bahn-Strecke erneuert.


Quelle: EVN / dpa