Schnellladestation für Batteriezüge in Ammerbuch erfolgreich getestet

Schnellladestation für Batteriezüge im Test | Foto: SWT / Marquardt

Am Bahnhof in Ammerbuch-Pfäffingen im Landkreis Tübingen (Baden-Württemberg) ist der Prototyp einer neuen Schnellladestation für Batteriezüge erfolgreich getestet worden.

AMMERBUCH | Entwickelt wurde die Schnellladestation „Voltap“ von den Stadtwerken Tübingen und dem Schweizer Unternehmen Furrer+Frey. Die Schnellladestation ist eine Art Trafohaus in der Größe einer Fertiggarage. An ihr befinden sich ein Lademast mit Lade­schiene, an welcher der ausgefahrene Stromabnehmer auf dem Dach des batterie­betriebenen Zuges Strom tanken kann. Laut Mitteilung der Stadtwerke ist die Schnelllade­station technisch mit Batteriezügen sämtlicher Hersteller kompatibel, wenn deren Bord­elektronik dafür eingestellt wird.

„Auf diesen Moment haben wir gewartet: Endlich hatte unsere Schnellladestation ihr erstes ‚Schienen-Rendezvous‘ mit einem echten Batteriezug“, sagte Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. Mit dieser Technik sollen die noch nicht elektrifizierten Lücken im bundesweiten Schienennetz geschlossen und der breite Einsatz von Batteriezügen geebnet werden.

Die Tübinger Stadtwerke liefern seit der Liberalisierung des Bahnstromnetzes im Jahr 2014 Strom für Elektrozüge. Mit Schnellladestationen will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge in den Batteriezweig vordringen und investiert daher in die Infrastruktur. Die Lade­station kann mit einer Leistung von 1.200 Kilowatt laden. Je nach Ausrüstung des Batteriezuges könne ein Fahrzeug in bis zu 20 Minuten vollgeladen werden, erklärte der Leiter der Stabsstelle Bahn bei den Stadtwerken, Sebastian Jäger. „Die Akkuzüge könnten damit dann bis zu 120 Kilometer fahren, je nach Strecke.“


Quelle: EVN / dpa