Thüringen: Personennahverkehr erhält auch 2021 Corona-Rettungsschirm

Erfurter Hauptbahnhof bei Nacht, Straßenbahnen und Busse fahren durch die Unterführung | Foto: Imago / Bild13

Der Freistaat Thüringen will den Nahverkehrsbetrieben im eigenen Land wegen der coronabedingten Schäden unter die Arme greifen.

ERFURT | Verluste, etwa wegen weggebrochener Ticketverkäufe, sollen wie im vergangenen Jahr mit einem Corona-Rettungsschirm aufgefangen werden, teilte das Infrastruktur­ministerium am Freitag in Erfurt mit. Anträge könnten noch bis Ende Oktober gestellt werden. Die Hälfte der beantragten Schadenssumme soll den Angaben zufolge noch in diesem Jahr ausgezahlt werden.

„Nach der Corona-Pandemie ist ein leistungsfähiger Nahverkehr in Thüringen notwendig, um allen Menschen im Land eine gute Mobilität sichern zu können“, sagte Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij. Für die weiteren Ziele zum Ausbau eines klimafreundlichen Nahverkehrs brauche man handlungsfähige ÖPNV-Partner.

Die Hälfte des Rettungsschirms 2021 wird vom Bund finanziert, wie das Ministerium weiter mitteilte. Im vergangenen Jahr betrug der gemeldete Gesamtschaden im ÖPNV-Rettungs­schirm nach Angaben des Ministeriums rund 47 Millionen Euro.


Quelle: EVN / dpa