Bahn baut neues ICE-Instandhaltungswerk in Dortmund

Ab 2025 wird gebaut: Zwei Jahre später soll das neue Werk in Betrieb gehen (Visualisierung) | Foto: DB AG

Die Deutsche Bahn baut für 400 Millionen Euro ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Dortmund.

  Aktualisiert: 18. Oktober 2021, 12.25 Uhr  

DORTMUND | Dadurch entstehen in der Ruhrgebietsstadt 500 neue Arbeitsplätze, wie der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) und Bahnvorstand Ronald Pofalla am Montag in Düsseldorf mitteilten. Das Werk auf dem Gelände des 2007 stillgelegten Güterbahnhofs Westfalia in der Nachbarschaft des Dortmunder Hafens soll 2027 in Betrieb gehen.

Hintergrund des Neubaus ist die geplante Aufstockung der Zahl der ICE-Züge von aktuell 335 auf rund 600. Die Werkstattkapazitäten müssten deshalb erweitert werden, sagte Bahn­vorstand Berthold Huber. Zurzeit werde etwa alle drei Wochen ein neuer ICE 4 auf die Gleise gebracht. Der Bau des ICE-Werks sei ein weiterer Schritt, um die Bahn als klimafreundlichen Verkehrsträger zu stärken, sagte Huber.

Dortmund habe sich als Standort angeboten, weil dort viele Bahnverbindungen beginnen oder enden. Außerdem habe mit dem ehemaligen Güterbahnhof ein sehr gut geeignetes Grund­stück zur Verfügung gestanden, betonte der Manager. In dem neuen Werk, das zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben werden soll, können täglich 17 Züge gewartet werden.

Huber betonte, nach dem coronabedingten Einbruch der Fahrgastzahlen, steige die Nutzung der Bahn mittlerweile wieder deutlich. Im Fernverkehr würden inzwischen wieder etwa drei Viertel der Vorkrisen-Umsätze erzielt – mit steigender Tendenz. Ziel der Bahn bleibe es weiter die Fahrgastzahlen langfristig zu verdoppeln.

Mit dem neuen Instandhaltungswerk steigt die Zahl der ICE-Werke künftig auf elf. Drei davon befinden sich in Nordrhein-Westfalen. Dortmund verfügt bereits über ein ICE-Werk sowie eines für die Wartung von Regionalzügen.


Quelle: EVN / dpa