Positive Bundespolizei-Bilanz: Weniger Straftaten im Corona-Jahr

Bundespolizisten auf Streife in einem Bahnhof (Symbolbild) | Foto: Bundespolizei

HANNOVER | Weniger Straftaten, mehr Fahndungserfolge: Die Bundespolizeidirektion Hannover hat im vergangenen Jahr 40.531 Delikte in Niedersachsen, Hamburg und Bremen registriert. Das waren 13,4 Prozent weniger Straftaten als 2019, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

Bundespolizisten sind an Bahnhöfen, Flughäfen und im Grenzverkehr im Einsatz. Die Zahl der Gewaltdelikte sank den Angaben zufolge 2020 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 10 Prozent auf 3.211 Taten. Noch deutlicher war der Rückgang beim Diebstahl von Taschen und Hand­gepäck – nämlich um knapp 38 Prozent auf 1.962 Taten. Wegen der Corona-Pandemie waren allerdings viel weniger Pendler und Reisende unterwegs.

Der Rückgang der Straftaten sei aber auch durch intensivierte polizeiliche Fahndungs­maßnahmen zustande gekommen, sagte Michael Schuol, Vizepräsident der Bundespolizei­direktion Hannover. Die Beamten fanden im vergangenen Jahr 20.469 Personen, nach denen gefahndet worden war, gut 5 Prozent mehr als 2019. Die Steigerung habe auch mit der coronabedingten verstärkten Grenzüberwachung zu tun, hieß es. Ermittelt wurden viele mutmaßliche oder bereits verurteilte Straftäter, die mit 1.533 Haftbefehlen gesucht wurden.


Quelle: EVN / dpa