Sprengung der Salzbachtalbrücke steht bevor – Bahnverkehr in Wiesbaden weiter beeinträchtigt

Unter der Salzbachtalbrücke führen auch mehrere Bahngleise hindurch | Foto: Imago / Michael Schick

WIESBADEN | Die marode Autobahnbrücke der A 66 über das Wiesbadener Salzbachtal, die seit ihrer Sperrung im Juni auch den Zugverkehr stark beeinträchtigt, soll am Wochenende gesprengt werden.

Viele Anwohner und Pendler im Rhein-Main-Gebiet erhoffen sich von der Sprengung, dass zumindest die Straßen und Bahngleise unter der bisherigen Brücke bald wieder befahren werden können. Geplant ist die Sprengung für den kommenden Samstag. Sollten Nebel oder Starkregen das Vorhaben unmöglich machen, ist als Ausweichtermin der Sonntag vorgesehen. Wichtiger Mann bei diesem Unterfangen ist Sprengmeister Eduard Reisch. Zunächst soll er den Südteil des Bauwerks und wenige Sekunden später die Nordbrücke zu Fall bringen.

Seit das marode Bauwerk im Sommer plötzlich gesperrt werden musste, bilden sich in der hessischen Landeshauptstadt regelmäßig zähe Staus. Der Hauptbahnhof ist vom Zugverkehr so gut wie abgeschnitten. Allerdings wird es nach der Sprengung noch eine Weile dauern, bis die Trümmer weggeräumt sind, wie die Autobahn GmbH des Bundes ankündigte. Aktuell wird damit gerechnet, dass die Bahngleise zum Hauptbahnhof „nach Möglichkeit noch vor Weihnachten“ wieder freigegeben werden können. Der Neubau der Brücke werde frühestens 2023 fertig sein.

Die Sprengung der Salzbachtalbrücke wird per Livestream ins Internet übertragen. Polizei, Stadt und Autobahn GmbH riefen Schaulustige auf, zuhause zu bleiben. Vor Ort gebe es aus Sicherheitsgründen keine Möglichkeit, sich die Sprengung anzuschauen. Rund um die Brücke wird ein Sicherheitsbereich von 250 Metern eingerichtet, in dem der Aufenthalt verboten ist.


Quelle: EVN / dpa